ARD, 2025
Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm von Christian Hans Schulz
Was hat Leipzig, das andere Städte nicht haben? Als Stadt der Friedlichen Revolution ist sie international bekannt. Gerade junge Menschen werden vom Charme der Messestadt angezogen, sie gilt als weltoffen und liberal. Doch welche Auswirkungen haben die dramatischen Veränderungen in den 1990er Jahren auf die heutige, jüngere Generation? In vier Kapiteln führt Greta Taubert zusammen mit dem Kunsthistoriker Arnold Bartetzki durch die zurückliegenden 35 Jahren – von der kaputten Stadt und gescheiterten Visionen, über den Mythos Boomtown bis zum echten Aufschwung.
Erzählt wird vom besonderen Lebensgefühl in Leipzig aus der Sicht jüngerer Stadtbewohnerinnen wie der Schauspielerin Mai Duong Kieu und der Stadtforscherin Elisa Gerbsch. Sie beschreiben mit persönlichen Erlebnissen den enormen Veränderungsprozess der Stadt, reflektieren den damit verbundenem, gefühlten Dauerdruck und die Dynamik der boomenden Stadt. Dazu kommen die Erinnerungen von Zeitzeugen, die in Leipzig etwas Besonderes bewegt haben oder dies heute noch tun. Michael Kölmel, bekannter Filmrechtehändler und Fußballinvestor, erzählt vom Umbau des Zentralstadions und seiner Suche nach einem großen Sponsor für künftigen Erstligafußball. Der Unternehmer Ludwig Koehne kaufte in den 1990er Jahren den Leipziger Traditionsbetrieb Kirow, ist heute mit den dort hergestellten Eisenbahnkränen Weltmarktführer und beschert Leipzig eine neue Architekturvision der Moderne. All das und vieles mehr ordnen die gebürtigen Leipziger Mike Hoffmann (Kabarettist) und Thomas Seyde (Psychologe) hintergründig und humorvoll in die jüngste Stadtgeschichte ein.





